Fritz Ludwig Neumeyer beschloss 1921, nach der Berliner Automobil und Motorradausstellung, in den Zündapp Werken nur noch Motorräder zu produzieren. Er legte damit den Grundstein für eine der erfolgreichsten Motorradmarken Deutschlands.

Von Anfang an konzentrierte sich das Unternehmen auf die Produktion praktischer Gebrauchsmotorräder. Das erste Modell, die Z22, wurde schon in dem ersten Produktionsjahr über 1500-mal verkauft. Schon 1924 wurden die Motorräder am Fließband zusammengebaut und mit Kickstartern ausgerüstet. Bis dahin hatte das Unternehmen schon 10.000 Z22 Motorräder verkauft.

In den 1930er Jahren zählte Zündapp zu den erfolgreichsten Motorradherstellern in Europa. Der Gründer verstarb 1937, aber das Werk wurde weiterhin ausgebaut. Vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte Zündapp von mehr als 200.000 Motorräder ausgeliefert. In der Kriegszeit wurden fast ausschließlich Motorräder für das Militär hergestellt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Unternehmen durch Bombenangriffe zum größten Teil zerstört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte Zündapp, aufgrund der Herstellungsverbote der Siegermächte, nur Motorräder bis zu 60 cm³ produzieren. Erst 1947 wurde eine Genehmigung erteilt, Motoren bis zu 250 cm³ zu produzieren. In der Nachkriegszeit waren die Motorräder von Zündapp sehr erfolgreich, die Produktion konnte mit der Nachfrage kaum mithalten. Bis 1949 wurden schon 19.000 DB Motorräder hergestellt. Bis 1984, als das Unternehmen nach China verkauft wurde, waren die Kleinkraftmotorräder das wichtigste Geschäft des Nürnberger Zweirad Herstellers.

Eines der bekanntesten Modelle war die KS 601, die mit einem Zweizylinder Viertaktmotor ausgerüstet war. Aufgrund ihrer grünen Lackierung bekam dieses Motorrad den Spitznamen grüner Elefant. Die KS 601 wurde von 1950-1957 produziert und galt als sehr zuverlässiges und hochwertiges Motorrad.

In den sechziger Jahren konzentrierte sich Zündapp dann auf die Herstellung von Motorrädern bis zu 125 cm³. Bei vielen Sammlern sind die Leichtkrafträder der Serie KS sehr beliebt. Besonders erfolgreich war das Unternehmen mit den drei Mofa Modellen, die auf 25 km/h limitiert waren.

Zündapp musste 1984 Konkurs anmelden und das Unternehmen wurde von der chinesischen Tianjin Gruppe übernommen, die unter dem Markennamen noch einige Jahre Motorräder produziert.