Horex, der Fall und der Aufstieg einer Kultmarke

Sechszylindermotor, viel Aluminium und trotzdem eine klassische Linie, so präsentiert sich die neue Horex VR6. Der Exote ist die neueste Maschine mit dem Logo der klassischen deutschen Motorradmarke.

Ursprünglich wurden die Motorräder der Horex Werke in Bad Homburg gebaut. Von 1925 bis 1960 wurden die berühmten Rex Motorräder gebaut, bis das Werk von der Daimler-Benz AG geschlossen wurde. 2010 kaufte der Unternehmer Clems Neese die Markenrechte und gründete die Horex GmbH. Schon im August 2014 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Die 3C Carbon Composite Company Gmbh kümmert sich seit 2015 um die Marke Horex.

Die exotischen Motorräder sollen ab Oktober in einer ehemaligen Kaserne gefertigt werden. Mit 38.500 € für die klassische Version und 42.500 € für den Cafe Racer sind die Motorräder nicht gerade billig, aber für dieses Geld erhält der Kunde neueste Technik und einen 163 PS starken Sechszylindermotor. Außerdem sollen jeweils 33 Motorräder in den limitierten Sonderserien Silber und Schwarz gefertigt werden, die außerdem einen stärkeren Motor mit 170 PS erhalten. Die Sondermodelle waren kurz nach der Vorstellung schon ausverkauft.

Die VR6 wird mit einer 36 mm dicken Öhlins Gabel gefedert und einer modernen Bosch Motorsteuerung. Die VR6 Motoren wurden komplett optimiert, wobei die Beziehungen des Unternehmens zur Automobilindustrie sicher von großem Vorteil waren. Sie werden jetzt mit mehreren wählbaren Mappings ausgeliefert, was dem Ansprechverhalten des Sechszylinder gut tun wird.

Jedes Teil wurde überarbeitet

Das Motorrad wiegt gerade einmal 221 kg, was wohl nur durch den Einsatz von viel Kohlefaser und Leichtmetallen zu erreichen war. Die neue Horex GmbH hat sich vorgenommen, ein Motorrad auf den Markt zu bringen, dass keinerlei Kinderkrankheiten aufweist. Dafür wurden fast alle Komponenten überarbeitet, so dass nur noch der Rahmen komplett von dem Vorgängermodell übernommen wurde.

Der Motor wurde komplett überarbeitet und hat jetzt fast kein gleiches Teil mehr. Selbst die Kolben, die Ventile und die Nockenwelle wurden verändert. Dafür nutzte der neue Eigentümer seine Verbindungen zum Motor Sport.